Willkommen im
    Börde-Museum Burg Ummendorf

 




KREATIVPOTENZIALE Sachsen-Anhalt

„Burg Ummendorf“ im Landkreis Börde

Standort: Burg Ummendorf – Grundschule und Museum

Moderatorin/Kulturvermittlerin: Berit Elfbin Lacher

Im Rahmen des Verbundes soll die Zusammenarbeit von Schule und Museum sowie anderen aktiven Kooperationspartnern (z. B. KVHS Börde, Musikschule Kurt Masur Oschersleben, Kindertagesstätte Allerfrösche) evaluiert und weiter belebt werden. Im Zentrum steht das Schulmotto: „Kleine Leute von heute erfahren das Leben vergangener Zeiten“, dessen Potenziale optimiert werden sollen.


Das Projekt startet im Herbst 2021.

Unterstützt durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH


 

Projekt: Sinnesnahe ErD-Lebnis-Orte

Ziel: Das Projekt schafft ein Konzept zur Qualifizierung und Zertifizierung von naturnahen, (außer-) schulischen Lehrorten (z. B. von Parks, Kitas, Schulen, Museen, Wäldern) und erprobt dieses. Damit soll der Fokus des Gartenlandes Sachsen-Anhalt gestärkt und ausgebaut werden, gleichsam schärfen das Börde-Museum und der Landkreis Börde schärfen ihre Profile.

Mögliche Kooperationspartner: Gemeinde Ummendorf, Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Gartenakademie Sachsen-Anhalt e. V., LISA

Maßnahmen: In anderen Bundesländern z.B. Niedersachsen ist es seit Jahren möglich, sich als außerschulischer Lernort zertifizieren zu lassen. In Sachsen Anhalt gibt es diese Chance nicht, obwohl es zahlreiche interessante Orte hierfür gibt. Diese Lücke soll mit dem Vorhaben im Bereich Natur und Garten geschlossen werden. Besonders in einer Zeit wie dieser, mit der Covid-19 Pandemie, können Lernorte gerade an der Natur zur Entzerrung beitragen. Generell sind Erfahrungen die Menschen, im Besonderen Schüler/innen, an diesen Orten sammeln intensiver, da es nicht dem Alltag entspricht.

1. Erstellung eines Konzepts nebst Katalog zur Zertifizierung von sinnes-, naturnahen Erlebnisorten.

2. Entwurf eines Corporate Design zur Vermarktung und Etablierung des Projektes.

3. Aufbau eines Netzwerkes im Landkreis Börde, ggf. darüber hinaus um einen Probelauf dieser Zertifizierung/des Konzeptes durchzuführen. (Forstflächen, Parks, Gärten, Schulen, Kindertagesstätten u.a.)

4. Erstellung von Informationsmedien, Plaketten und Zertifikaten für die Teilnehmer der Fortbildung.

5. Durchführung von Fortbildungen, an denen Pädagogen sich in direktem Zusammenhang mit „ihrem“ außerschulischen Lernort weiterqualifizieren.

Es ist beabsichtigt in diesem Testlauf verschiedene Orte und Menschen mit verschiedenen Hintergründen zu beschulen, um die Vielfalt abzudecken. In den Workshops sollen Maßnahmen und Möglichkeiten in Fallbeispielen erprobt werden. Die Teilnehmer erarbeiten dabei zudem einen Katalog/Lehrprogramm, welches zielgruppenspezifisch ist und zahlreiche verschiedene Erlebnisse in der Natur ermöglicht. Barrierefreiheit und ein modernes Teilhabemanagement soll berücksichtigt werden.

Idealerweise soll dieses Projekt nachfolgend am Börde-Museum verankert werden und in der Folge vom Landkreis auf ganz Sachsen-Anhalt ausgedehnt werden.

Leader-Förderung durch den ESF (Europäischen Sozialfonds)



Projekt: Architektur im (Kräuter-) Garten

Das rund 2.000 qm große Gartengelände des Museums umfasst neben der landtechnischen Sammlung einen Skulpturengarten sowie einen botanischen Schau- und Nutzgarten, den Kräutergarten. In diesem Areal stehen zwei besondere Exponate des Museums, die im Mittelpunkt des Projektes stehen. Das sog. Lusthaus aus dem 18. Jahrhundert und ein Gartenpavillon im Jugendstil aus dem frühen 20. Jahrhundert. Beide sollen gemeinsam mit einem noch nicht restauriert und wieder hergerichteten dritten Pavillon eine neue Ausstellungseinheit zum Thema Gartenarchitektur bilden.

Maßnahmen:


Restaurierung des Lusthauses: Dies umfasst die Sanierung des Bodenbelags, der Wände, die Aufarbeitung der Türflügel und die Neuanschaffung von Oberlicht und Fenstern nach denkmalpflegerischen Kriterien.

Errichtung und Restaurierung eines dritten Gartenpavillons: Dr. Th. Ruppel, dem vormaligen Museumsleiter, gelang es zum Jahreswechsel 2001/2002 einen Gartenpavillon aus Seehausen der Fam. Schliephake für das Museum zu sichern. Dieser ist in keinem guten Zustand und wartet seit seiner Überführung auf eine Wiedererrichtung. Dies soll im Zuge des Projektes endlich erfolgen. Im westlichen Burggraben ist Raum, um das Architekturensemble damit zu vervollständigen. Es müssen im Zuge der Restaurierung auch großflächige Ergänzungen vorgenommen und eine ebene Fundamentfläche bereitgestellt werden, auf der der Pavillon errichtet wird.

Im Zuge des demografischen Wandels soll für beide ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Das Projekt wir großzügig durch Leader unterstützt und soll im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden.

Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten (EU-Förderperiode 2014-2020)





Projekt Börde-Leben vs Börde-Kunst


Digitalisierung begegnet uns heutzutage in vielfältiger Art und Weise. Was passiert im Börde-Museum in dieser Hinsicht? Bereits seit über 10 Jahren gibt es Bestrebungen, die Sammlungsbestände digital zu veröffentlichen. Mit dem Projekt „Börde-Leben vs. Börde-Kunst“ gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, konzentrieren wir diese Bestrebungen und sind Bestandteil der Digitalen Agenda Sachsen-Anhalt. Das heißt, wir erstellen Digitalisate (digitale Bilder) von Objekten unseres Sammlungsbestandes, in diesem Fall von analogen Fotos, Gemälden und Grafiken und erfassen weitere Objektinformationen in Datenbanken.

Fotos lassen sich, solange der Zustand es zulässt, sehr einfach mit einem Flachbettscanner digitalisieren. Hierbei wird regelhaft mit einer hohen Qualität (600 dpi) gescannt und als Speicherformat TIFF verwendet. Gemälde, Zeichnungen, Grafiken etc. werden hingegen mit einer Digitalkamera fotografiert und so in ein digitales Format gebracht. Zum Erfassen des Größenverhältnisses liegt jeder Aufnahme ein Maßstab bei. Somit als Digitalisate vereinheitlicht, lassen sich beide Kategorien von Sammlungsgegenständen nun am Computer direkt nebeneinander darstellen. Im Projekt „Börde-Leben vs. Börde-Kunst“ haben wir die Werke so ausgewählt, dass sie für ihre Zeit und die Region typische Motive abbilden oder aber überraschende. Zudem entsteht in einem weiteren Schritt eine Geräuschesammlung der Magdeburger Börde. Es werden Tonaufnahmen bestimmter Orte und auch Tätigkeiten erfasst.

Alle drei Gruppen (Fotografie, Kunst und Sounds) werden anschließend auf einer interaktiven geographischen Karte der Börde verortet und sowohl auf der Homepage als auch in der Ausstellung der Öffentlichkeit bereitgestellt.

Als einen weiteren Teil, ermöglichen die Digitalisate das Werkschaffen einer Auswahl von Künstlern zu präsentieren. Damit können wir unseren Kenntnisstand zur Geschichte der Künstler sowie einige ihrer Werke ständig online zur Verfügung stellen.

Ein dritter Teil des Projektes ist die Nutzung digitaler Technologien für die Museumspädagogik – für die Vermittlung von Wissen zu den Objekten unserer Sammlung. Um z.B. Kindern den Zugang zu unserer Sammlung zu erleichtern, entstehen in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Lucie Göpfert, Wimmelbilder und Suchspiele, deren Inhalt sich aus unserer Sammlung speist. Kinder können so unser Museum und die Geschichte der Börde altersgerecht spielerisch entdecken.

Außerdem ermöglichen uns digitale Technologien erweiterte Darstellungsmöglichkeiten in er Dauerausstellung. Grundsätzlich ist ein Museum in der Vermittlung auf seine Ausstellungsfläche begrenzt. Man kann nur so viel ausstellen, wie es der Platz ermöglicht – ohne die Räume zu überfrachten. Jede Ausstellung ist also ein Handel zwischen dem was man zeigen will und dem was man - in Anbetracht der Fläche - nur zeigen kann. Oftmals gibt es zu Themengebieten viel mehr Dinge, die wir gerne präsentieren würden, die aber die Ausstellung und den Besucher überladen würden. Digitale Formate (sei es als Text oder als Digitalisate in Bildform) ermöglichen es, mehr Information z.B. über QR-Codes einzubinden.

Neben dieser sichtbaren Digitalisierung gibt es noch eine weitere, die sich allerdings für die Besucher des Museums eher hinter den Kulissen abspielt. Dabei handelt es sich um die Digitalisierung von Bestandslisten, Verzeichnissen, Schriftstücken etc. die danach viel einfacher und schneller nach bestimmten Einträgen durchsucht werden können und damit erschlossen werden.



                                         Nur Beispiele von den Arbeiten des Digitalisierungsprojekte 2021